Interview

„Ich finde es gut, dass bei NiceOne die Erfahrungen ganz unterschiedlicher Sportler in die Entwicklung der Produkte einfließen.“

Hi Caja, erkläre doch mal kurz, was man unter Freeski genau versteht.
Freeski teilt sich in zwei Bereiche: Freeriden und Slopestyle. Mit Freeriden bezeichnet man das Fahren im Gelände, also im Tiefschnee abseits der präparierten Pisten. Da kommen die ganz breiten Skier zum Einsatz, die man seit ein paar Jahren auch bei uns in den Skigebieten zunehmend sieht. Beim Slopestyle fährt man in Parks über Kicker und andere Obstacles, wie zum Beispiel Rails. Oder in der Halfpipe. Dort nimmt man dann einen weniger breiten Ski, der aber auch vorne und hinten aufgebogen ist.

Was macht dir mehr Spaß?
Beides macht viel Spaß. Wenn es extrem geschneit hat, bin ich abseits mit meinen fetten Latten unterwegs. Und an Tagen ohne Neuschnee im Funpark. Darüber hinaus versuche ich jede Saison eine weitere Reise zu unternehmen. Da geht es dann natürlich auch in den Tiefschnee. So wie zum Beispiel letztes Jahr, als wir in Indien in Kaschmir waren. Für mich ist es unverzichtbar, dass ich beim Skifahren möglichst kreativ sein kann. Gelände und Powder sind dabei genauso wichtig wie der Funpark.

Wie war dein Trip nach Indien?
Ich war zusammen mit Lena Stoffel in der Region Kaschmir ganz im Norden Indiens an der Grenze zu Pakistan. Es war ein Film- und Phototrip nur für Mädels mit dem Ziel, die längsten Powderhänge der Region zu fahren. Es war eine wirklich unvergessliche Zeit: Wir waren zum Heliskiing im Himalaya, fütterten wilde Affen im Schnee, trafen dabei unzählbar viele Grenzsoldaten, wohnten auf einem Hausboot, stöberten durch die Märkte Delhis und lernten viele interessante Menschen kennen. (Link zu „A Journey to India“ von Felix Urbauer im Steckbrief, Anm. der Red.)

Aber Freeriden ist nur der eine Teil deines Winters. Erkläre mal, wie ein Slopestyle Contest abläuft.
Man fährt eine Linie mit mehreren Obstacles durch einen Funpark. Die Judges beurteilen dann deine Sprünge nach Schwierigkeit und Ausführung und vergeben Punkte. Wer letztendlich die meisten Punkte hat, kommt eine Runde weiter, bis sich schließlich die besten Fahrerrinnen im Finale messen.

Wie sieht deine Vorbereitung auf den Winter aus?
Ich mache das ganze Jahr über viel Sport und habe deswegen eine gute Grundfitness. Wenn der Winter vorbei ist, fallen mir sofort andere Sportarten ein, die ich gerne mache. Zum Beispiel Wandern und Biken. Zusätzlich absolviere ich ein Krafttraining an der Sportschule Puch in Fürstenfeldbruck. Dort bekomme ich einen Trainingsplan, der genau auf meine Bedürfnisse ausgelegt ist und aus einer Kombination von Kraft- und Konditionstraining besteht.

Und zusätzlich reitest du noch.
Gerade leider nicht mehr! Reiten war lange Zeit meine große Leidenschaft. Ich bin früher Turnier geritten und hatte mein eigenes Pferd. Leider ist der Sport äußerst zeitaufwändig, weil man sich auch viel um das Pferd kümmern muss. Deswegen reite ich zurzeit gar nicht mehr, überlege aber mir ein Fohlen zu kaufen, mit dem ich in zwei, drei Jahren wieder anfangen könnte.

Was sind denn deine Contest-Höhepunkte der kommenden Saison?
Auf alle Fälle wieder das Nine Queens Invitational im März in Serfaus. Und dann werde ich mit Sicherheit wieder mit Freundinnen einen längeren Trip für Foto- und Film unternehmen. Dabei werden wir allerdings nicht so weit wegfahren wie im letzten Winter, sondern in Europa bleiben.

Du bist jetzt seit einem halben Jahr im Team von NiceOne. Was sind deine Erfahrungen?
Das erste Mal bin ich über Andi Wittmann mit NiceOne in Kontakt gekommen. Am Anfang war ich war ziemlich skeptisch. Aber dann bin ich doch neugierig geworden, habe mich genau informiert und festgestellt, dass es genau das Richtige für mich ist, insbesondere in Kombination mit meinem Ausdauer-, Kraft- und Skitraining. Außerdem gefällt mir, dass NiceOne nicht auf eine Sportart fixiert ist. Ich finde es gut, dass bei NiceOne die Erfahrungen ganz unterschiedlicher Sportler in die Entwicklung der Produkte einfließen.

Steckbrief


Freeride Ski

Caja Schöpf

Alter
26

 

Wohnort
Ohlstadt / Bayern, Innsbruck / Tirol

 

Hausgebiete
Garmisch, Mayrhofen, Ehrwald, Hintertux

 

Lieblingstrick
Unnatural 3

 

Ausgleichsport
Biken, Laufen, Wandern und hoffentlich mal wieder Reiten

 

Aktuelle Ziele
Olympische Winterspiele 2014, Sotschi

 

Sponsoren
Fiat Freestyle Team, Peak Performance, Völkl, TSG Protection, Oakley Eyewear, Dakine, Dalbello, Marker Bindings, Contour, NiceOne

 

A Journey to India (Video by Felix Urbauer)

http://bit.ly/nKINpp

 

Facebook
http://on.fb.me/swEXXM

 

Blog
http://bit.ly/uBN0pF

 
 
 

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